Adieu!
Wie bereits angekündigt, setzen wir mit dieser Ausgabe des Cyberia-Newsletters den Schlusspunkt. Schade. Ich habe sehr viel gelernt über die – digitale – Welt von Jugendlichen.
Wie bereits angekündigt, setzen wir mit dieser Ausgabe des Cyberia-Newsletters den Schlusspunkt. Schade. Ich habe sehr viel gelernt über die Welt von Jugendlichen, im Umgang mit ihnen, ihrem unterschiedlichen Verhältnis zu Verbindlichkeit und vor allem über ihre Herzlichkeit und Dankbarkeit.
Rund eineinhalb Jahre habe ich Aline, Damian, Franziska, Ronnie und Vivian begleitet, mit ihnen über Themen diskutiert, Schwerpunkte in Redaktionssitzungen festgelegt, ihre Texte gegengelesen und Verbesserungsvorschläge eingebracht. Auch Quirin, den ich schon vor seiner Matura kennengelernt hatte, hat mit seiner analytischen Art wichtige Einblicke in die Game-Welt geboten.
Ich kann mit Stolz sagen, dass ich ein talentiertes und engagiertes Team beisammenhatte, das immer wieder für thematische Überraschungen gut war, mich auf Dinge aus der digitalen Welt hinwies, die ich in dieser Form noch nicht kannte. Besonders in Erinnerung ist mir Vivians erste Geschichte über den Einsatz von Chatbots in einem therapeutischen Setting und die Gefahr, die eine solche Wahl für die Jugendlichen darstellen kann. Wenige Wochen später kam die traurige Nachricht, dass sich ein Teenager in den USA, der sich in die KI-Version von Daenerys Targaryen, der Drachenkönigin aus der TV-Serie «Game of Thrones» verliebt hatte, umgebracht hatte. Der Cyber-Clone wurde just von der Firma hergestellt, deren Geschäftsmodell Vivian als problematisch dargestellt hatte.
Die vorliegende Ausgabe war lose als Rückblick gedacht. Es war auch die letzte Möglichkeit, ein Thema aufzugreifen, das den Schreibenden am Herzen lag. Für Franziska war es der Irrsinn von Fast Fashion, der unsere Umwelt zerstört. Vivian rückte die Therians ins richtige Licht, eine häufig missverstandene Gruppe von Menschen, die sich deshalb lieber als Tiere identifizieren. Aline nahm sich der positiven Kraft von Peer-Gruppen an, während Quirin und Ronnie auf das vergangene Jahr zurückblickten. Mit Marko Kovic, der zu Beginn des «Digital-Media-Insight Plus»-Projekts für die Workshops zu Fake News und Verschwörungstheorien verantwortlich war, haben wir einen prominenten Gastautor, der ein Gedankenexperiment niedergeschrieben hat, das den einen oder anderen Anstoss geben dürfte.
Für diese und all die spannenden Artikel zuvor und die Diskussionen bedanke ich mich ganz herzlich bei euch allen. Es hat Spass gemacht, und – wie gesagt – ich habe viel gelernt.
Ich möchte mich an dieser Stelle auch bei Lothar Janssen, inzwischen Ehrenpräsident des Schweizer Instituts für Gewaltfragen SIFG, und Remy Schleiniger, Gründungsmitgleid des SIFG, herzlich bedanken sowie bei den Stiftungen und Geldgebern, die das Gesamtprojekt «Digital-Media-Insight Plus» und den Cyberia-Newsletter ermöglicht haben: Baugarten Zürich Stiftung, Beisheim Stiftung, Digiscovery Foundation, Stiftung Mercator Schweiz und Schweizer Institut für Gewaltfragen SIFG.
Auch Ihnen allen, liebe Leserinnen und Leser des Cyberia-Newsletters, möchte ich für das Interesse, die Abonnements, die Clicks und die positiven Reaktionen danken.
Adieu,
Marc Bodmer
Projektleiter «Digital-Media-Insight Plus»

